Kreativitätstechniken

Einführung.
Kreativitätstechniken sind Werkzeuge. Denkwerkzeuge. Sie helfen dem Hirn bei der Arbeit. Dabei funktionieren sie alle nach dem gleichen Prinzip: Kreativitätstechniken lassen das Denken chaotisch werden. Und das ist gut so, denn wenn sich auf herkömmlichen Weg, also durch rationales, strukturiertes Denken, eine Lösung finden ließe, bräuchte man keine Kreativität. Und somit auch keine Kreativitätstechniken. Manche Menschen denken ohnehin chaotisch, andere können schnell zwischen rationalem und chaotischem Denken umschalten. Aber die meisten Menschen sind es gewohnt, rational und linear zu denken. Probleme werden gelöst wie eine mathematische Gleichung. Diese Vorgehensweise hat viele Vorteile. Aber eines ist klar: neue Ideen entstehen so nicht.

Kreativitätstechniken liegen verschiedene Wirkungsweisen zugrunde:

1. Teamarbeit oder:
Alle reden durcheinander (So ein Chaos).

Heterogen zusammengesetzte Teams bringen mehr Lösungsansätze ein, als es eine einzelne Person vermag. Zudem motiviert die Gruppe zum Weiterarbeiten, auch wenn es einmal haken sollte. Damit die Arbeit in der Gruppe zu sinnvollen Ergebnissen führt, müssen demotivierende Umgangsweisen vermieden werden. Dazu gehören Killerphrasen wie „das geht nicht“, „das haben wir noch nie gemacht“ usw.

2. Alte Wege verlassen oder:
Ich weiß zwar nicht wo ich bin, aber es ist schön hier.

Gewohnte Sichtweisen führen zu gewohnten Lösungen. Verfremdungstechniken helfen, das Problem aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Künstlich herbeigeführte Assoziationssprünge aktivieren alle Wissensbereiche und führen zu neuen Verknüpfungsmöglichkeiten.

3. Das Unterbewusstsein aktivieren oder:
Ohne Freud keine Freud.

Das Unterbewusstsein verfügt über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz. Den sollte man nutzen. Es gibt uns Antworten in symbolischer Form. Einige Techniken helfen bei der Interpretation symbolischer Analogien.

4. Lösungen systematisch generieren oder:
Das kreative Käsekästchen.

Lösungsansätze werden mit Hilfe einer Matrix systematisch variiert und kombiniert.

Kreativitätstechniken kann man in zwei Gruppen unterteilen.
Die erste stößt einen unmittelbar ins chaotische Denken, die zweite geht dabei systematisch vor:

Intuitiv
Brainstorming. Rollenspiel. Analogienbildung. Mindmapping. Synektik. Bionik. Knetgummi. Laterales Denken. Simultan Thinking©.

Systematisch
Morphologische Analyse. Progressive Abstraktion. Fragenkaskade. Ideensammlung. Reizwortanalyse.